MAGRA SEC Glossar

Begriffe der IT-Sicherheit - präzise erklärt.

Definitionen mit technischem Kontext, rechtlichen Bezügen und Beispielen aus der Praxis.

84 Begriffe22 Buchstaben

Das Register erklärt Fachbegriffe aus IT-Sicherheit, IT-Betrieb, Datenschutz und Compliance und verweist auf passende Vertiefungen.

84 Definitionen, kurz einordbar und auf den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichtet.

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A

B

C

CEO-Fraud

CEO-Fraud ist eine Betrugsmasche, bei der sich Angreifer als Führungskraft ausgeben und Mitarbeitende unter Zeitdruck zu Zahlungen, Datenfreigaben oder anderen sensiblen Handlungen bewegen.

Client to Authenticator Protocol (CTAP)

Das Client to Authenticator Protocol regelt die Kommunikation zwischen einem Client und externen Authenticatoren wie FIDO2-Sicherheitsschlüsseln.

Cloud Computing

Cloud Computing stellt IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher oder Anwendungen über Netze bedarfsgerecht bereit. Verantwortung und Kontrolle werden zwischen Kunde und Anbieter aufgeteilt.

Common Vulnerabilities and Exposures (CVE)

Common Vulnerabilities and Exposures ist ein öffentliches Kennzeichnungssystem für bekannte Schwachstellen. Eine CVE-ID macht einen Befund eindeutig referenzierbar, bewertet aber nicht das individuelle Risiko.

Common Vulnerability Scoring System (CVSS)

Das Common Vulnerability Scoring System beschreibt technische Merkmale und Schwere einer Schwachstelle als Score. Der Wert unterstützt die Einordnung, ersetzt aber keine Priorisierung im Geschäftskontext.

Content Delivery Network (CDN)

Ein Content Delivery Network verteilt Webinhalte über mehrere Standorte, um Ladezeiten, Verfügbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Lastspitzen oder Angriffe zu verbessern.

Cyberversicherung

Eine Cyberversicherung kann vereinbarte Kosten und Unterstützungsleistungen nach IT-Sicherheitsvorfällen abdecken. Deckung, Ausschlüsse, Obliegenheiten und Selbstbehalte unterscheiden sich erheblich.

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Data Loss Prevention (DLP)

Data Loss Prevention erkennt und begrenzt unerwünschte Übertragung sensibler Informationen über E-Mail, Cloud-Dienste, Endgeräte oder andere Kanäle.

Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung bewertet vorab Verarbeitungen, die voraussichtlich ein hohes Risiko für Rechte und Freiheiten natürlicher Personen verursachen.

Deepfake

Ein Deepfake ist ein synthetischer oder manipulierter Audio-, Bild- oder Videoinhalt, der eine reale Person oder Situation vortäuschen kann und häufig für Desinformation oder Social Engineering genutzt wird.

Distributed Denial of Service (DDoS)

Bei einem Distributed-Denial-of-Service-Angriff überlasten viele verteilte Systeme einen Dienst oder dessen Infrastruktur, sodass legitime Anfragen verzögert oder nicht mehr beantwortet werden.

Domain Name System (DNS)

Das Domain Name System übersetzt Namen wie magra-sec.de in technische Zielinformationen. Manipulierte oder fehlerhafte DNS-Einträge können Erreichbarkeit, E-Mail und Sicherheitskontrollen beeinträchtigen.

Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC)

DMARC legt fest, wie Empfänger E-Mails behandeln sollen, die SPF- oder DKIM-Prüfungen mit der sichtbaren Absenderdomain nicht bestehen, und ermöglicht Auswertungsberichte.

DomainKeys Identified Mail (DKIM)

DomainKeys Identified Mail versieht ausgehende E-Mails mit einer kryptografischen Signatur. Empfangende Systeme können prüfen, ob signierte Teile unverändert sind und zur angegebenen Domain passen.

Double Extortion

Double Extortion ist eine Erpressungstaktik, bei der Angreifer Daten kopieren und zusätzlich Systeme verschlüsseln oder sperren. Dadurch bleiben auch bei einer Wiederherstellung Risiken aus dem Datenabfluss.

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten in der EU. Pflichten hängen von Rolle, Zweck, Rechtsgrundlage und Risiko der Verarbeitung ab.

E

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I

K

L

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N

O

P

Q

R

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Schwachstellenmanagement

Schwachstellenmanagement ist ein fortlaufender Prozess, der IT-Bestände erfasst, Sicherheitslücken bewertet, nach Kontext priorisiert, behandelt und die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft.

Schwachstellenscan

Ein Schwachstellenscan prüft Systeme automatisiert auf bekannte Lücken, unsichere Versionen und Fehlkonfigurationen. Ergebnisse sind Hinweise, die verifiziert und priorisiert werden müssen.

Security Audit

Ein Security Audit ist eine systematische Prüfung von Sicherheitsmaßnahmen gegen einen zuvor festgelegten Maßstab. Umfang, Prüftiefe und Aussagekraft hängen vom Auftrag und den verfügbaren Nachweisen ab.

Security Awareness

Security Awareness stärkt Wissen und Verhalten von Beschäftigten im Umgang mit Sicherheitsrisiken, verdächtigen Situationen, Daten und festgelegten Meldewegen.

Security Operations Center (SOC)

Ein Security Operations Center bündelt Menschen, Prozesse und Werkzeuge zur laufenden Erkennung, Analyse und Koordination von IT-Sicherheitsereignissen.

Sender Policy Framework (SPF)

Das Sender Policy Framework veröffentlicht im DNS, welche Systeme E-Mails für eine Domain versenden dürfen. Empfangende Server können unpassende Versandquellen erkennen.

Service Level Agreement (SLA)

Ein Service Level Agreement beschreibt messbare Leistungsmerkmale eines Dienstes, etwa Verfügbarkeit, Reaktionszeit, Wiederherstellung, Wartungsfenster und Berichtspflichten.

Shadow AI

Shadow AI ist die betriebliche Nutzung von KI-Systemen ohne ausreichende Freigabe oder Sichtbarkeit für die verantwortlichen Stellen.

SIEM

Ein SIEM (Security Information and Event Management) sammelt und korreliert Protokolldaten, um verdächtige Ereignisketten sichtbar zu machen und deren Bearbeitung zu unterstützen.

Single Sign-on (SSO)

Single Sign-on ermöglicht die Anmeldung an mehreren Anwendungen über eine zentrale Identität. Es vereinfacht Kontenverwaltung, macht den Identitätsdienst aber zu einer besonders kritischen Komponente.

Social Engineering

Social Engineering bezeichnet Angriffe, die Menschen durch Täuschung, Druck oder vorgetäuschte Autorität zu riskanten Handlungen bewegen sollen.

Software as a Service (SaaS)

Software as a Service stellt eine Anwendung über das Internet bereit. Der Anbieter betreibt die Plattform, während der Kunde insbesondere Konfiguration, Identitäten und Datennutzung verantwortet.

Supply-Chain-Angriff

Ein Supply-Chain-Angriff nutzt vertrauenswürdige Lieferanten, Software, Updates oder Dienstleister als Weg zum eigentlichen Ziel und kann dadurch viele Organisationen gleichzeitig erreichen.

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