Wie läuft CEO-Fraud ab?
Eine vermeintliche Nachricht der Geschäftsleitung fordert eine dringende und vertrauliche Handlung. Autorität, Zeitdruck und Geheimhaltung sollen etablierte Kontrollen umgehen. Die Täter können Informationen aus Websites, sozialen Netzwerken oder kompromittierten Konten verwenden, um den Vorgang plausibel wirken zu lassen.
E-Mail ist nur ein möglicher Kanal. Telefonate, manipulierte Audiodateien oder Videokonferenzen können dieselbe Täuschung unterstützen. Der Beitrag zu Deepfake-Angriffen beschreibt die technischen und organisatorischen Grenzen.
Warum können kurze Entscheidungswege zum Risiko werden?
Kurze Wege sind nicht grundsätzlich unsicher. Das Risiko entsteht, wenn eine einzelne Nachricht oder Stimme eine sensible Handlung ohne unabhängige Prüfung auslösen kann. Neue Mitarbeitende und Vertretungen benötigen deshalb klare Freigabe- und Eskalationsregeln.
Was schützt?
Ungewöhnliche Anweisungen über eine intern hinterlegte Nummer bestätigen, kritische Zahlungen mit einer zweiten Person freigeben und Änderungen von Bankverbindungen getrennt prüfen. Ein Codewort kann ergänzen, ersetzt aber kein Vier-Augen-Prinzip. Wichtig ist eine Kultur, in der Rückfragen ausdrücklich erlaubt sind.
Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026