IT-Security-Glossar

Deepfake

Auch bekannt als: KI-Fälschung, Voice Cloning

Kurz erklärt

Ein Deepfake ist ein synthetischer oder manipulierter Audio-, Bild- oder Videoinhalt, der eine reale Person oder Situation vortäuschen kann und häufig für Desinformation oder Social Engineering genutzt wird.

Wie entstehen Deepfakes?

Generative Modelle können aus vorhandenem Sprach-, Bild- oder Videomaterial neue Inhalte erzeugen oder Aufnahmen verändern. Qualität und benötigtes Ausgangsmaterial hängen stark vom Werkzeug, der Aufnahme und dem Ziel ab. Eine feste Zahl von Sekunden Audiomaterial ist deshalb kein allgemeiner Grenzwert.

Warum sind Deepfakes für Unternehmen relevant?

Eine vertraute Stimme oder ein bekanntes Gesicht ist kein ausreichender Identitätsnachweis mehr. Angreifer können manipulierte Medien mit recherchierten Geschäftsdaten, Zeitdruck und angeblicher Vertraulichkeit verbinden. Klassische Malware-Filter erfassen einen solchen Prozess nicht zwingend; technische Identitätskontrollen bleiben dennoch wichtig.

Wie lässt sich das Risiko reduzieren?

Sensible Anweisungen sollten über einen unabhängigen Kanal bestätigt werden. Dazu gehören Rückruf über eine intern hinterlegte Nummer, Vier-Augen-Freigabe und dokumentierte Ausnahmen. Auf die sichere Erkennung jeder Fälschung sollte sich kein Unternehmen verlassen. Der Beitrag Deepfake-Angriffe auf KMU enthält eine praxisnahe Vorgehensweise.

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026