IT-Security-Glossar

Zero Trust

Auch bekannt als: Zero-Trust-Architektur, Never trust, always verify

Kurz erklärt

Zero Trust ist ein Sicherheitsansatz, bei dem Zugriffe nicht allein wegen ihres Standorts vertraut werden. Identität, Gerät, Ressource und Kontext werden für eine möglichst eng begrenzte Entscheidung bewertet.

Was unterscheidet Zero Trust vom Perimetermodell?

Ein klassischer Netzwerkperimeter kann interne Verbindungen zu großzügig behandeln. Zero Trust vermeidet dieses pauschale Vertrauen. Jede Zugriffsentscheidung berücksichtigt verfügbare Signale und die für die Aufgabe erforderlichen Rechte. Die Prüfung kann während einer Sitzung erneut erfolgen, wenn sich Risiko oder Gerätezustand ändern.

Welche Bausteine gehören dazu?

Typische Bausteine sind starke Authentifizierung, Least Privilege, verwaltete Geräte, Segmentierung, geschützte Administrationswege sowie Protokollierung und Reaktion. Keine einzelne Komponente setzt Zero Trust vollständig um. Der Ansatz ist eine Architektur- und Betriebsentscheidung, kein Produkt.

Ist Zero Trust für KMU realistisch?

KMU können schrittweise beginnen: wichtige Identitäten schützen, gemeinsame Konten abbauen, Rechte bereinigen und kritische Systeme trennen. Vorhandene Plattformfunktionen können dabei helfen; ob sie in einer konkreten Lizenz enthalten und passend konfigurierbar sind, muss aktuell beim Hersteller geprüft werden.

Zero Trust reduziert bestimmte Risiken, verhindert aber nicht jeden Angriff und belegt keine Compliance. Eine ausführliche Einordnung bietet der Beitrag Zero Trust als integrale Sicherheitsstrategie.

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026