IT-Security-Glossar

Ransomware

Auch bekannt als: Erpressungstrojaner, Verschlüsselungstrojaner, Kryptotrojaner

Kurz erklärt

Ransomware bezeichnet Schadsoftware und Angriffsprozesse, mit denen Kriminelle Systeme sperren, Daten verschlüsseln oder Unternehmen mit kopierten Informationen erpressen.

Wie funktioniert ein Ransomware-Angriff?

Angreifer können über Phishing, gestohlene Konten, Fernzugänge oder Schwachstellen eindringen. Danach folgen je nach Fall Erkundung, Rechteausweitung, Datenabfluss und Verschlüsselung. Nicht jeder Angriff durchläuft dieselben Phasen oder findet nachts beziehungsweise am Wochenende statt.

Kriminelle Arbeitsteilung kann Entwicklung, Zugangsbeschaffung und Erpressung auf verschiedene Akteure verteilen. Das erschwert die Zuordnung und lässt Kampagnen auch nach dem Verschwinden einzelner Gruppen weiterlaufen.

Was hilft?

Die Verteidigung verbindet getrennte und getestete Backups, risikobasiertes Patchen, starke Authentisierung, minimale Rechte, Segmentierung, Erkennung und einen geübten Incident-Response-Plan. Der Ransomware-Schutz-Leitfaden enthält eine Checkliste.

Eine Lösegeldzahlung garantiert weder Wiederherstellung noch Löschung kopierter Daten und kann rechtliche Fragen auslösen. Entscheidungen im Vorfall benötigen fachkundige technische und rechtliche Unterstützung.