IT-Security-Glossar

Schwachstellenmanagement

Auch bekannt als: Vulnerability Management

Kurz erklärt

Schwachstellenmanagement ist ein fortlaufender Prozess, der IT-Bestände erfasst, Sicherheitslücken bewertet, nach Kontext priorisiert, behandelt und die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft.

Was umfasst Schwachstellenmanagement?

Neben Softwarelücken gehören Fehlkonfigurationen, zu hohe Berechtigungen, nicht unterstützte Systeme und unbekannte Dienste dazu. Der Kreislauf lautet: inventarisieren, erkennen, im Geschäftskontext bewerten, priorisieren, behandeln und verifizieren.

Ein Scanner liefert Hinweise, aber keine fertige Priorität. CVSS, aktive Ausnutzung, Erreichbarkeit, vorhandene Kontrollen und mögliche Geschäftsauswirkung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Warum genügt ein einmaliger Scan nicht?

IT-Bestände, Konfigurationen und Bedrohungen ändern sich. Findings brauchen Verantwortliche, Termine und Nachprüfung. Ohne diese Nachverfolgung bleibt auch ein hochwertiger Bericht folgenlos.

Verhältnis zu Patch-Management und Pentest

Patch-Management ist ein wichtiges Behebungswerkzeug. Nicht jede Lücke lässt sich patchen; manchmal sind Segmentierung, Deaktivierung oder Ablösung nötig. Ein Penetrationstest ist eine punktuelle Prüfung und ersetzt den kontinuierlichen Prozess nicht. Der KMU-Leitfaden beschreibt den Aufbau.